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Immer am Ball

Sinfoniekonzert 5 des Gürzenich-Orchester Köln

Wir besuchten die Generalprobe am 06. Januar 2018 in der Philharmonie.

Auf dem Programm standen:

Werke von Beethoven, Mendelssohn Bartholdy und Schostakowitsch:

 Ludwig van Beethoven            - Ouvertüre zu »Egmont« op. 84 (1809-10)

Felix Mendelssohn Bartholdy - Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-Moll (1830–31)

Dmitrij Schostakowitsch         - Sinfonie Nr. 5 d-Moll (1937)

Alexander Melnikov   - Klavier 
Gürzenich-Orchester - Köln 
Thomas Søndergård  - Dirigent

 »Die Stille kann den Tod bedeuten«, notierte Beethoven in sein Skizzenbuch. In seiner dramatischen Ouvertüre zu Goethes »Egmont« fasst er den rebellischen Geist und das tragische Schicksal seines Helden in fesselnde Töne.

Wie gefährlich ein aufrüttelnder Tonfall auch einem Künstler werden kann, spürte Dmitrij Schostakowitsch am eigenen Leib: ihm drohte das Stalinistische Regime furchtbare Konsequenzen an, sollte er seinen künstlerischen Weg wie bisher verfolgen. Mit seiner fünften Sinfonie schien er sich äußerlich an die Spielregeln der Machthaber anzupassen. Unter der geglätteten Oberfläche jedoch brodelt jedoch umso deutlicher die Auflehnung einer unterdrückten Existenz.

Auch in Felix Mendelssohns erstem Klavierkonzert verbirgt sich hinter der perlenden Oberfläche eine empfindsame Seele, die ihren Gesang aus dem Klavier aufsteigen lässt. Argloses Virtuosenstück? Poetisches Dokument einer jungen Liebe? Drei Jubellieder in Moll.

Der Solist Alexander Melnikov (am Klavier) und Dirigent Thomas Søndergård fanden die treffenden Zwischentöne.