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Anliegergemeinschaft Sürther Aue entwickelt lösungsorientierten Konsensvorschlag für das Nebeneinander von Wohnviertel und Gewerbebetrieben im Hafenbereich: Sürther Auenpark!

Der Wille zum fairem, wertschätzenden Ausgleich zwischen Wohn- und Lebensqualität der Menschen im Sürther Auenviertel in Verbindung mit der geplanten Ansiedlung des Schrottverwerters Theo Steil führen zu einem lösungsorientierten Konsensvorschlag der Anliegergemeinschaft Sürther Aue. Es geht nicht um die Verhinderung um jeden Preis, sondern um die Beachtung berechtigter Eingaben im Genehmigungsverfahren sowie die Sorgen und Ängste der Bürger in direkter Nachbarschaft, die durch die weitere Gewerbeansiedlung im ohnehin durch immissionsintensive Industrie belasteten Kölner Süden um ihre Wohn- und Lebensqualität fürchten.

Der jetzt ausgearbeitete Vorschlag der Anliegergemeinschaft beinhaltet im Wesentlichen eine Modulation und landschaftliche Gestaltung des naturbelassenen Lebensraumes zwischen Wohnviertel und Gewerbefläche. Der Sürther Auenpark soll in seiner Anlage einen Schall- und Sichtschutz zum Gewerbebetrieb mit seinen geplanten Hallen bieten.

Der ca. 12- bis 15 m hohe Landschaftsdeich bildet eine zentrale, diagonale Achse auf dem früher für das Hafenbecken des Godorfer Hafens gerodete Gelände im Besitz der Stadt Köln. Die Erhöhung wird als Modulation angelegt, begrünt und aufgeforstet. Südlich des Deichs (Richtung Hafen) wird in Abstimmung mit dem BUND ein Naturraum nach den Grundsätzen der Flora- und Faunarichtlinien angelegt. Die bisherigen einfachen Maßnahmen der Fa. Theo Steil zum Tierschutz werden hier optimiert und substanziell aufgewertet. Der Naturraum darf zukünftig nicht betreten werden.

Ein Spazier- und Radweg verläuft unterhalb des Höhenzugs zwischen Naturraum und Hang. Damit werden Fuß- und Radwege aus Bonn mit dem Kölner Süden vernetzt. Im Bereich des Hafens wird für Besucher ein Parkplatz angelegt, damit das Sürther Auenviertel vom Besucherverkehr nicht zusätzlich belastet wird.

Im nördlichen Teil der Modulation wird der zum großen Teil gerodete Naturraum mit Bäumen und Sträuchern aufgeforstet. Auch hier entstehen Fuß- und Radwegverbindungen sowie ein Spiel- und Erlebnisplatz. Idealerweise werden die Wegeverbindungen mit LED Leuchten versehen. Hierzu zählt auch der Bereich des Leinpfads am Rheinufer.

Zur Kompensation des möglichen, anfallenden Grund- und Rheinhochwassers werden zwei Wasserrückhaltebecken als Feuchtbiotop in Form von zwei Seen angelegt. Sie dienen sowohl dem Hochwasserschutz, als auch der Aufwertung des Sürther Auenparks. Die Bereiche werden dafür ausgekiest.

Mit diesem Vorschlag geht die Anliegergemeinschaft von einer fairen Konsenslösung aus. Die hohen Gebäude der Fa. Steil werden zum Siedlungsbereich kompensiert. Schall wird effektiv sowohl durch das Bauwerk als auch die Begrünung kompensiert. Beim Blick auf die damit verbundenen Investitionen wird auf die erforderliche Verlagerung der Fa. Steil zur Realisierung des Milliardenprojekts Deutzer Hafen der Stadt Köln und der Modernen Stadt hingewiesen.