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Immer am Ball

14. Oktober - "Bleck hinger de Britz" des Hänneschen-Theaters + Heumarkt

Seit 1802  spielt das legendäre Hänneschen-Theater und wirkt bis heute kein bisschen müde. Tag für Tag, wenn sich am Eisenmarkt der Vorhang lüftet, bringen die Knollendorfer Kölsche Geschichten aus dem Veedel auf die Bühne.

Seit der Spielzeit 2015/2016 kann man im Hänneschen-Theater nun auch exklusive Einblicke hinter die Britz (Ballustrade) werfen.

Am 14. Oktober hatten wir die Chance zu diesem hochinteressanten Einblick in das Innenleben der Puppenspiele. 

Silke Essert (Zänkmanns Kätt) und Georg B. Lenzen (Schnäuzerkowski) erzählten humorvoll über die Abläufe im Theater und das Geschehen im Hintergrund. Es gab interessante Informationen und immer viel zu Lachen! Beim Führen einer Stockpuppe wurde deutlich, was die Puppenspieler/innen `hinger de Britz´ auch körperlich leisten müssen!


Anschließend gab es noch eine Menge Informationen über den Heumarkt, Köln`s zweitgrößter, wichtiger und geschichtsträchtiger Platz.

Schauplatz von Hinrichtungen und Sexskandalen, als Treffpunkt für Marktfrauen, Freimaurer und Revolutionäre und als Gedenkort für den Preußenkönig Friedrich Wilhelm III.
Der Heumarkt war ehemals einer der beliebtesten Treffpunkte im historischen Zentrum Kölns. Bis zum 2. Weltkrieg traf man sich „ungerm Stätz (vum Pääd“) – Jugendliche, Liebespärchen, Freunde, Geschäftspartner. Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch nicht, dass man auf 2000 Jahren Stadtgeschichte stand, die – im wahrsten Sinne des Wortes – auf Sand gebaut war!