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Immer am Ball

Besuch des "Kronleuchtersaals"  am 26. Mai, 15 Uhr

Kronleuchtersäle vermutet man eher in Schlössern und Villen, wohl aber kaum unter der Erde. Weit gefehlt, denn Köln hat einen unterirdischen Kronleuchtersaal sogar in der Kanalisation. Er liegt am Theodor-Heuss-Ring östlich des Ebertplatzes sieben Meter unter der Erde und ist einen Besuch wert. Im Saal vereinigt sich der nördliche Ringstraßensammler, der die Abwässer aus den Bereichen der Kölner Ringe zusammenführt, mit dem Abfangsammler Cleverstraße in einer komplexen Anlage.

Mit der Stadterweiterung Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch die Kölner Kanalisation modernisiert. Nach dem Vorbild von Städten wie Paris und Wien entstand ein Abwassersystem, das noch heute von der Kunst der Kölner Ingenieure und Baumeister zeugt. Das Vereinigungsbauwerk, das der Entlastung der Kanalisation bei Starkregen dient, wurde für den Besuch Kaiser Wilhelms II. mit zwei Kronleuchtern ausgestattet.

Bis heute ist der Kronleuchtersaal funktionierender Bestandteil des Kölner Abwassersystems und gleichzeitig historisches Denkmal. Er hat aber auch eine faszinierende Akustik zu bieten. Deshalb finden hier seit über zehn Jahren regelmäßig Klassik- und Jazzkonzerte statt, die sehr stark nachgefragt werden. Und damit man sich ganz auf die Klänge konzentrieren kann, gibt es zur Sicherheit das Pfefferminz-Sträußchen für die Nase gleich dazu.

Bis zum Jahr 2000 war der Kronleuchtersaal nur einem kleinen Teil der Bevölkerung bekannt. Nur wenige Menschen hatten die Möglichkeit, ihn zu besichtigen und eine fachkundige Führung zu erhalten. Erst mit der Präsentation des »Abwasserkonzeptes 2000« im Rahmen der Weltausstellung »Expo 2000« änderte sich dies. Der Kornleuchtersaal wurde »öffentlich«. Seit zehn Jahren finden hier regelmäßig Führungen und Konzerte statt. Aber was ist der Kronleuchtersaal überhaupt? Wieso hat er diesen Namen und weshalb soll er ein Zeugnis beziehungsweise ein Bestandteil des Wandels der Altstadt zur Neustadt sein? Wieso ist er verknüpft mit der wohl umfangreichsten und bis heute nachhaltigsten Umgestaltung Kölns seit der Errichtung der Stadtmauer? Viele Fragen, die es zu beantworten galt.


Anschl.: Besuch der Kölner Weinwoche am Heumarkt ab 16:30 Uhr am Stand 18 (Weingut Paulushof Benz)

26 Familienweingüter aus Deutschlands Weinbaugebieten präsentieren ihre individuellen Weine. Deutscher Wein, Produkte die in Handarbeit entstanden sind. Weine die durch einzelne Personen, Charaktere, deren Fachwissen, Erfahrung, Kreatitivität und Philosophie geprägt wurden. Auf der Kölner Weinwoche können wir uns auf eine Genussreise in die vielfältige Welt des Deutschen Weines begeben! Die Betriebsleiter der jeweiligen Weingüter sind stets vor Ort, sodass wir äußert kompetente Ansprechpartner haben, die ihre Weine und deren Werdegang besser kennen als jeder andere Verkäufer auf dieser Welt.

26 Winzer präsentieren die große Bandbreite deutscher Weine, dazu werden passende Gerichte und kleine Leckereien an den Imbissständen angeboten. Weinfreunde und die, die es werden möchten haben auf dem Heumarkt zwei Wochen lang die Möglichkeit sich auf eine Genussreise durch die Weinwelt Deutschlands zu begeben. Sie zu erkunden, zu erleben, mit ihr zu feiern und in einem einmaligen Ambiente den Stress des Tages zu vergessen.